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Lassen sich ökonomische Präferenzen durch finanzielle Bildung formen?

07-05-2018

Verhaltensökonomische Experimente sind spätestens seit der Verleihung des Wirtschafts-Nobelpreises 2017 an Richard Thaler in aller Munde. Gemeinsam mit Prof. Dr. Matthias Sutter (Direktor des Max Planck Instituts für Gemeinschaftsgüter, Bonn) und Manuel Froitzheim (Universität Siegen) stellte Jun.-Prof. Dr. Michael Weyland im April seine aktuellen verhaltensökonomischen Forschungsergebnisse im Rahmen von zwei Vorträgen in München (ifo-Institut) und Frankfurt (Deutsche Bundesbank) vor.

Im Mittelpunkt stand dabei eine Studie zur finanziellen Grundbildung deutscher Schülerinnen und Schüler, an der aktuell 600 Neunt- und Zehntklässler aus dem Rheinland teilnehmen. Wie gut ist es um die Finanzkenntnisse der Jugendlichen bestellt? Verändert sich das Verhalten der Probanden, wenn sie besser über Sparziele, Inflationswirkungen und Aktien informiert sind? Und inwiefern wirkt sich das Finanzwissen langfristig auf das Entscheidungsverhalten der Probanden aus? Die ersten Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass die in Finanzfragen geschulten Jugendlichen geduldigere und weniger risikoreiche Entscheidungen treffen. Sofern sich dieser Trend bestätigt, wäre das keinesfalls trivial, denn dass größeres Wissen nicht nur kurzfristig zu besseren Entscheidungen führt, sondern grundlegende Verhaltenspräferenzen verändern kann, ist bisher wissenschaftlich kaum belegt.

Die Studie zur finanziellen Grundbildung wird auch in einem aktuellen FAZ-Artikel beleuchtet, siehe FAZ vom 5.05.2018: „Warum Finanzwissen hilft und Trump gut verhandelt“.

 

 


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