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Jun.-Prof. Dr. Michael Weyland hält Vortrag bei der GFD-Tagung in Freiburg

29-09-2017

Führt der Einsatz ökonomischer Experimente zu „mehr“ ökonomischer Bildung? Und wie müssen experimentelle Lernprozesse gestaltet werden, damit sie erfolgreich verlaufen? Diese beiden Leitfragen standen im Mittelpunkt des Vortrags zur Wirtschaftsdidaktik bei der Jahrestagung der Gesellschaft für Fachdidaktik (GFD) in Freiburg. Jun.-Prof. Dr. Michael Weyland, Leiter der Abteilung Wirtschaftswissenschaften an der PH Ludwigsburg, präsentierte dazu die Ergebnisse seiner aktuellen Studie. Im Rahmen eines vier-Gruppen-Pretest-Posttest-Designs konnte gezeigt werden, dass der systematische Einsatz ökonomischer Experimente zur Aktivierung und Motivation der Lernenden beitragen kann, sofern wichtige fachdidaktische Qualitätsmerkmale berücksichtigt werden. Die 16stündige Modulreihe wurde an mehreren allgemeinbildenden Schulen implementiert, in insgesamt 22 Lerngruppen erprobt, schrittweise verfeinert und abschließend evaluiert. Ökonomische Experimente, so das zentrale Ergebnis der Studie, eignen sich besonders gut dazu, Problemlösekompetenzen in strategischen Entscheidungssituationen zu trainieren. Zudem besitzen bestimmte Schülermerkmale (z.B. ältere bzw. jüngere Schüler, Jungen oder Mädchen, Schüler mit viel bzw. wenig Vorwissen, Schüler mit höherem bzw. niedrigerem IQ, Schüler mit besseren oder schlechteren Zeugnisnoten) keinen signifikanten Einfluss auf die Forschungsergebnisse, d.h. die Methode eignet sich für alle Schülergruppen gleichermaßen.

 

Die empirischen Ergebnisse legen einen verstärkten Einsatz ökonomischer Experimente sowohl im Ökonomieunterricht als auch in der Ausbildung angehender Wirtschaftslehrer nahe. An der PH Ludwigsburg werden daher seit dem letzten Sommersemester ökonomische Experimente systematisch in Vorlesungen und Didaktik-Seminaren der Abteilung Wirtschaftswissenschaften berücksichtigt und gemeinsam mit den Studierenden – ganz im Sinne eines Didaktik-Labors – weiterentwickelt.

 

Die Gesellschaft für Fachdidaktik (GFD) ist der Dachverband der fachdidaktischen Fachgesellschaften in Deutschland. Aktuell sind in der GFD 24 Mitgliedsverbände vertreten, unter ihnen auch die Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung (DeGÖB). Leitend ist für die Mitglieder der GFD ein Grundverständnis von Fachdidaktik als „Wissenschaft vom fachspezifischen Lehren und Lernen innerhalb und außerhalb der Schule. In ihren Forschungsarbeiten befasst sie sich mit der Auswahl, Legitimation und didaktischen Rekonstruktion von Lerngegenständen, der Festlegung und Begründung von Zielen des Unterrichts, der methodischen Strukturierung von Lernprozessen sowie der angemessenen Berücksichtigung der psychischen und sozialen Ausgangsbedingungen von Lehrenden und Lernenden. Außerdem widmet sie sich der Entwicklung und Evaluation von Lehr- und Lernmaterialien.“ (vgl. Homepage der GFD: www.fachdidaktik.org)


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