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Newsletter Bildungsmanagement - Mai 2016

Liebe Bildungsmanagement-Interessierte,

Mit den frühlingshaften Temperaturen freuen wir uns, Sie mit diesem Newsletter über aktuelle Entwicklungen und Angebote am Institut für Bildungsmanagement der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg zu informieren.

  1. Bewerbungsphase für Masterstudiengänge
  2. Themen-Special: Führung in inklusiven Bildungsorganisationen
  3. Veranstaltungen zum Bildungsmanagement an der PH Ludwigsburg
  4. Neue Publikationen zum Bildungsmanagement
  5. Neues aus dem Institut

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

das Team des Instituts für Bildungsmanagement der Pädagogischen Hochschule
Ludwigsburg

 

 

1. Bewerbungsphase für Masterstudiengänge

Der bereits 14. Kursjahrgang des Masterstudiengangs Bildungsmanagement startet zum kommenden Wintersemester 2016/2017. Interessierte Bewerberinnen und Bewerber sind eingeladen, ihre Unterlagen bis spätestens 31. Mai 2016 am Institut für Bildungsmanagement einzureichen. Informationen zum Bewerbungsverfahren, die Anmeldeformulare und einen Informationsfilm zum Studiengang finden Sie auf unserer Homepage:
http://bildungsmanagement.ph-ludwigsburg.de/masterstudium.html

Ebenfalls noch bis zum 31. Mai 2016 läuft die aktuelle Bewerbungsphase für die nächste Kursgruppe im englischsprachigen Masterstudiengang International Education Management . Die Studiengruppe startet ebenfalls zum Wintersemester 2015/2016. Weitere Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen und dem Anmeldeprozess finden Sie unter http://www.ph-ludwigsburg.de/inema.

Falls Sie Fragen zur Bewerbung oder zu den Studiengängen haben beraten wir Sie gerne. Wenden Sie sich an unser Sekretariat (Telefon 07141-140229 oder E-Mail bildungsmanagement@ph-ludwigsburg.de). Wir freuen uns auf eine spannende Zeit mit unseren zukünftigen Master-Studierenden!

 

 

2. Themen-Special: Führung in inklusiven Bildungsorganisationen

"Von Schwerbehinderten können Manager viel lernen" berichtete zuletzt die Wochenzeitschrift "DIE ZEIT". Wir haben diesen Beitrag zum Anlass für ein Expertengespräch genommen mit Ina Berger, Schulleiterin an der inklusiven Grundschule Beiertheim (Karlsruhe). Sie schildert darin, wie sie die Führungsaufgabe an einer Schule meistert, die gegenwärtig besonders intensive Aufmerksamkeit erhält. 

Das Gespräch führte Dr. Ulrich Iberer (UI).

UI: Viele Schulen sind derzeit auf dem Weg zu einer 'inklusiven Schule'. Die Entwicklung dorthin erfordert hohen Einsatz an Zeit und Personal. Wir wissen, dass Sie und Ihre Schule diesen Prozess besonders engagiert angehen. Lassen Sie uns nicht wie so oft von den Mühen sprechen, sondern auf die Erfolge blicken: Was konnte Ihre Schule auf diesem Weg bislang gewinnen?

Ina Berger: Ganz zentral - Wir haben eine neue Lern- und Arbeitskultur gewonnen. Alle Personen auf unserem Schulgelände, sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Beschäftigten, haben begonnen zu lernen, dass die Unterschiedlichkeit von uns Menschen „normal“ ist. Jedes Kind, und auch jeder Erwachsene wird in seinem So-Sein angenommen und wertgeschätzt. Bei allen Aktivitäten, die das Schulleben und das Lernen gestalten, haben wir das Prinzip „gemeinsam“ als Leitlinie. Das hat die Schulatmosphäre völlig verändert. Bezüglich der Lernkultur mussten einerseits wir Lehrkräfte lernen, das jeweilige Lernangebot und die Lernumgebung so differenziert wie möglich zu gestalten, um den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Hier stehen die Lehrkräfte teilweise an ganz unterschiedlichen Stellen in ihrem eigenen Lernprozess. Andererseits lernen die Schülerinnen und Schüler im Besonderen viel stärker von- und miteinander. Hinsichtlich der Arbeitskultur haben wir uns als Kollegium bestehend aus einzelnen Individuen im Laufe der Zeit zu einem echten Kompetenzteam entwickelt, zu dem auch Sonderschullehrerinnen und -lehrer sowie Schulbegleiterinnen und -begleiter gehören. Wir tauschen unser Wissen und unsere Erfahrungen regelmäßig aus, wir lassen kein Teammitglied alleine, sondern unterstützen uns bei Schwierigkeiten gegenseitig oder holen uns fachliche Kompetenz von außen. Wir bereichern uns gegenseitig mit unseren unterschiedlich ausgeprägten Kompetenzen. Unser professionelles Handeln ist stärker von Prozessorientierung geprägt und wir haben gelernt, dass zu unserem Schulentwicklungsprozess auch Rückschritte oder Fehler gehören, von denen wir wiederum lernen können.

UI: In ihrem DIE-ZEIT-Beitrag nimmt die Redakteurin Sabine Hockling eine ungewohnte Perspektive ein: Sie lässt einen schwerbehinderten Menschen wie eine selbstbewusste Führungskraft zu Wort kommen, die ihre "Mitarbeiter" (Pfleger, Assistenten) in einer 'guten Balance zwischen Freundschaft und Professionalität' führt. Was bedeuten diese beiden Prämissen für Ihren Schulleiter-Alltag?

Ina Berger: Als Führungskraft muss ich lernen eine gesunde Balance zwischen Nähe und Distanz zu meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu schaffen. Und der jeweilige Kontext spielt da für mich eine sehr wichtige Rolle. Er ist ausschlaggebend dafür, ob ich mehr nahbar bin oder professionell distanziert. Nähe pflege ich, wenn ich mich präsent zeige. So ist es mir sehr wichtig, nach Möglichkeit mehrmals in der Woche während der großen Pause mein Büro zu verlassen und im Lehrerzimmer zu sein, um mit Kolleginnen und Kollegen einen Kaffee zu trinken, mich dazuzusetzen und den Gesprächen zuzuhören, die sich um aktuelle organisatorische Aspekte, die Sorgen um eine bestimmte Schülerin bis hin zum Wetter oder die letzte Wochenendreise drehen können. Da erleben mich die Kolleginnen und Kollegen sehr authentisch. Nähe pflege ich auch, wenn ich zeige, dass auch mich die eine oder andere Aufgabe - z.B. ein schwieriges Elterngespräch oder die Schulstatistik - herausfordert und ich meine eigene Befindlichkeit nicht verstecken muss. Und schließlich bin ich nah am Kollegen oder der Kollegin dran, wenn ich ein persönliches Feedback gebe, das die Arbeit wertschätzt und den Eindruck vermittelt, dass ich mein Gegenüber und sein Engagement bzw. seine Stärken wahrnehme. Professionelle Distanz zeige ich dagegen in Konferenzen oder bei Arbeitssituationen, in denen die Sache besonders im Vordergrund steht. Dann müssen Diskussionen und sachlicher Austausch moderiert werden, damit sie zielführend sind und Ergebnisse erreicht werden können. Ob nun Nähe oder professionelle Distanz - klar muss mir als Führungskraft immer sein, dass ich eine Rolle habe. Und die bietet mir zwischen beiden Polen viel Spielraum, den ich auch ausschöpfe, ohne dabei in die Extreme zu fallen.

UI: Wie erleben Sie das "Geführt werden" als Rektorin einer inklusiven Schule?

Ina Berger: Ich sehe auch mich als eine Lernende, nur aus einer anderen Rolle heraus. Meine Lehrkräfte, die mein Team bilden, sind mir dabei wichtige Partner. Ich fordere ein, dass Prozesse, die ich initiiere, und Entscheidungen, die ich umsetzen will, im Kollegium hinterfragt und reflektiert werden. Das 'Geführt werden' in diesem Sinne ist mir sehr wichtig, ich empfinde es als Bereicherung für unsere Schulentwicklung. Unsere Schülerinnen und Schüler, die inklusiv beschult werden, führen uns ebenfalls. Sie lehren uns, unsere Schülerinnen und Schüler anders zu sehen und sie nicht in Schubladen zu stecken. Gerade das empfinde ich als großen Lernzuwachs für uns Lehrkräfte.

UI: Was ist das Erfolgsgeheimnis für das Leiten einer inklusiven Schule?

Ina Berger : Für mich ist meine innere Haltung das Fundament meiner Führungsarbeit an einer Schule mit inklusivem Profil. Ganz verschiedene, persönliche und berufliche Erfahrungen haben mich im Laufe der Jahre geprägt. Neben dem "Learning-By-Doing" ist eine fundierte Qualifizierung zwingend notwendig, um in der Hektik des Schulalltags zu bestehen. Ohne mein berufsbegleitendes Aufbaustudium zum Bildungsmanagement könnte ich die komplexe und sehr anspruchsvolle Schulleitungsfunktion kaum leisten. Und schließlich sehe ich es als enorm bedeutend, dass man als Führungskraft die Offenheit für Neues, die Bereitschaft zu lernen und sich weiterzuentwickeln sowie die Freude an der Arbeit behält.

UI: Vielen Dank für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihrer wichtigen Aufgabe!

 

 

3. Veranstaltungen zum Bildungsmanagement an der PH Ludwigsburg

In den kommenden Wochen laden wir zu verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen an das Institut für Bildungsmanagement der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg ein:

 

 

 

4. Neue Publikationen zum Bildungsmanagement

Aus dem Kreis der Mitarbeiter, Studierenden und Absolventen des Instituts für Bildungsmanagement sind zuletzt folgende Beiträge zum Bildungsmanagement erschienen:

 

Stricker, Tobias; Wiedenbauer, Ralf; Iberer, Ulrich (2016): Was passiert danach? Effekte von externen Evaluationen auf Schulentwicklungsprozesse: Theoretische Erkenntnisse und praktische Erfahrungen aus der Weiterarbeit mit Evaluationsdaten. In: Beruf: Schulleitung. 11. Jahrgang, Ausgabe April 2016, S. 31-32 (Teil 1); Ausgabe Juli 2016 (Teil 2).

 

Müller, Ulrich; Soland, Mirjam (2016): Theorie-Praxis-Transfer in der Aus- und Weiterbildung von Pflegekräften. Teil 3: Transfer als Aufgabe der Lehrenden und Lernenden. In: Pflegezeitschrift 2016, Jg. 69, Heft 4, S. 216-219, Stuttgart: Kohlhammer.

Der dritte Teil aus der Reihe stellt die Akteure in Bildungsmaßnahmen in den Mittelpunkt und zeigt, welche Beiträge die Lernenden und die Lehrenden leisten können, damit der Transfer des Gelernten in die Praxis gelingt.

Hancock, Dawson; Müller, Ulrich; Wang, Chuang (2016): Motivating Teachers to Become School Principals in the U.S.A. and Germany. In: Journal of Global Research in Education and Social Science 7 (2). Manchester: International Knowledge Press, p. 83-93.

Aus den gemeinsamen Forschungsaktivitäten mit dem Department for Educational Leadership an unserer Partnerhochschule in Charlotte, North Carolina, ist vor kurzem ein neuer Beitrag erschienen. 

 

 

5. Neues aus dem Institut

Zum 1. April ist der langjährige Leiter des Instituts für Bildungsmanagement, Prof. Dr. Gerd Schweizer, in den Ruhestand getreten. Herr Schweizer hat 1998 eine Professur für Wirtschaftswissenschaften an der PH Ludwigsburg angetreten und in den Folgejahren den Lehramtsstudiengang Wirtschaftswissenschaften sowie die berufsbegleitenden Masterstudiengänge Bildungsmanagement und International Education Management systematisch auf- und ausgebaut. Herr Schweizer hat mit seinem Einsatz das Institut und die Hochschule durch seinen unverwechselbaren persönlichen Stil maßgeblich geprägt. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Gerd Schweizer als Pionier der ökonomischen Bildung und des Bildungsmanagements für sein besonderes Engagement und wünschen ihm alles Gute für den Ruhestand.

Nach 10 Jahren Tätigkeit in Forschung und Lehre wechselt Thomas Adam als Schulleiter an die Geschwister-Scholl-Schule in Konstanz. Herr Adam hat 2005 nach Abschluss im Masterstudiengang Bildungsmanagement als akademischer Mitarbeiter bzw. akad. Oberrat wesentlich zum Ausbau der beiden berufsbegleitenden Masterstudiengänge geleistet. Wir bedanken uns bei Thomas Adam für seine engagierte und ideenreiche Arbeit in unserem Institut und wünschen ihm viel Erfolg bei der neuen, verantwortungsvollen Aufgabe.

Eine ausführlichere Würdigung von Prof. Dr. Gerd Schweizer und Thomas Adam auf unserer Homepage.

Neu am Institut ist seit diesem Sommersemester Tobias Stricker (M.A.). Herr Stricker wird vor allem die Forschungsprojekte im Kontext "Schulleitung" betreuen und im Masterstudiengangs Bildungsmanagement mitwirken. Wir wünschen unserem neuen Kollegen auch auf diesem Weg einen guten Start.

 

 

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