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Newsletter Bildungsmanagement - Juli 2017

Liebe Bildungsmanagement-Interessierte,

Mit diesem Newsletter wollen wir Sie über aktuelle Entwicklungen zum Bildungsmanagement und am Institut für Bildungsmanagement der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg informieren:

  1. Themen-Special: Multitasking im Alltag (nicht nur) von Führungskräften
  2. Leserwünsche zu "Schulleitungsforschung"
  3. Institut für Bildungsmanagement auf großem französischem Bildungskongress vertreten
  4. Neue Publikationen zum Bildungsmanagement

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen

das Team des Instituts für Bildungsmanagement der Pädagogischen Hochschule
Ludwigsburg

 

 

1. Themen-Special: Multitasking im Alltag (nicht nur) von Führungskräften

"Multitasking" hat als Metapher einen festen Platz im Alltagswortschatz gefunden: Einen Bericht schreiben, nebenbei neu eingetroffene E-Mail-Nachrichten überprüfen, mit der Kollegin eine Terminkoordination besprechen - alles gleichzeitig, scheinbar kein Problem. Sobald das Mobiltelefon summt, richten wir ohne Zögern unsere Aufmerksamkeit auf das Display, noch während des laufenden Gesprächs und ohne die vorigen Aufgaben vollständig abgeschlossen zu haben. Die Kunst, mehrere Dinge parallel und in kleinen Häppchen zu erledigen, wird unterschiedlich wahrgenommen und bewertet. Während den einen nahezu mühelos die Jonglage mehrerer Aufgaben gelingt, klagen andere über negative Auswirkungen auf die Qualität der Arbeit und auch auf das eigene Gesundheitsempfinden.

Führungskräfte und Personen mit hohen Anteilen an kommunikativen Arbeitsaufgaben müssen besondere Multitasking-Fähigkeiten mitbringen. Sie stehen in einem Dilemma: Auf der einen Seite sollen sie für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Organisation prinzipiell ansprechbar sein, es wird von ihnen schnelles Eingreifen in ungeplanten, unklaren oder konfligierenden Situationen gefordert, um Schlimmeres zu vermeiden. Auf der anderen Seite wird von ihnen erwartet, dass sie sachlich fundierte, überlegte und abgewogene Entscheidungen treffen sowie Prozess- und Regeltreue bei Arbeitsabläufen vorleben. Überdies wirken Führungskräfte ihrerseits auf Arbeitsabläufe ein und provozieren durch Anrufe, Aufforderungen, Delegation usw. vielerlei Arbeitsunterbrechungen und Multitasking-Situationen.

Die populäre Ratgeberliteratur ist eher verwirrend, wenn dort einmal von Tipps gegen die "Multitasking-Falle" angeführt werden (vgl. http://t1p.de/xnn1; Link führt auf externe Quelle) und ein andermal dem entgegengesetzt Multitasking als "Erfolgsfaktor" propagiert wird (vgl. http://t1p.de/7hcw; Link führt auf externe Quelle). Aus der wissenschaftlichen Forschung sind nur wenige eindeutige Ursache-Wirkungs-Effekte nachgewiesen. Dass Frauen die "besseren Multi-Tasker" sind, entpuppt sich bei näherem Hinsehen ebenso als Mythos. Was können, was sollen Führungskräfte nun tun? Wir empfehlen zunächst das  eigene Arbeitsumfeld auf Auslöser für Multitasking bzw. Arbeitsunterbrechungen zu analysieren und anschließend drei Handlungsfelder zu fokussieren: (1) Den eigenen Arbeitsplatz klug gestalten, Arbeitsmittel effektiv nutzen. (2) Arbeits- bzw. Führungskompetenzen weiterentwickeln und die Führungsaufgabe verantwortlich wahrnehmen. (3) Arbeitsprozesse im Team professionalisieren. In allen drei Feldern gilt es, den Wechsel von beanspruchenden und erholenden Phasen bewusst zu gestalten.

Literatur-Empfehlungen:

Sind Sie Multitasking-kompetent?

 

 

2. Leserwünsche zu "Schulleitungsforschung"

Was möchten Sie lesen? Jun.-Prof Pierre Tulowitzki, Tobias Stricker und Prof. Ulrich Müller werden im nächsten Jahr eine Ausgabe der Zeitschrift SchulVerwaltung spezial mit dem Themenschwerpunkt "(Internationale) Schulleitungsforschung" herausgeben. Das Autorenteam geht gerne auch auf Leserwünsche ein. Bitte schreiben Sie uns, was Sie gerne lesen würden. Wenn Ihr Vorschlag aufgenommen wird, schicken wir Ihnen nach dem Erscheinen ein kostenloses Exemplar der Ausgabe zu.

 

 

3. Institut für Bildungsmanagement auf großem französischem Bildungskongress vertreten

Vom 4. bis 6. Juli war Pierre Tulowitzki von der Abteilung International Educational Leadership and Management auf der „REF 2017“ in Paris. Der Kongress „Rencontres internationales du Réseau de recherche en Éducation et en Formation (REF) ist ein zentraler französischer Bildungskongress mit besonderem Konzept: Zugelassen werden nur Teams, die gemeinsam ein Buch zu einem bedeutsamen Thema im Bildungsbereich verfassen. Die Vorschläge für Bücher werden im Vorfeld von erfahrenen Expertinnen und Experten im Peer-Review-Verfahren begutachtet. Michael Krüger und Pierre Tulowitzki sind Teil eines internationalen Teams, welches ein Buch über die Professionalisierung im Schulleitungsberuf in mehreren Ländern verfasst. Ziel ist es, sowohl aus Forschungs- als auch aus Praxisperspektive die steigenden Herausforderungen für Schulleiter aufzuzeigen (z.B. in Folge von Inklusion, Digitalisierung, veränderten Familienverhältnissen und Lebensgewohnheiten) als auch Werkzeuge zu entwickeln, um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen. Die Fertigstellung des Buches ist für Ende 2018 geplant. Mehr Informationen zur Konferenz unter http://ref2017.cnam.fr/

 

 

4. Neue Publikationen zum Bildungsmanagement und zur ökonomischen Bildung

Aus dem Kreis der Mitarbeiter, Studierenden und Absolventen des Instituts für Bildungsmanagement sind zuletzt folgende Beiträge zum Bildungsmanagement und zur ökonomischen Bildung erschienen:

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